Titelseite von Buch von Barbara Hoffmann Kriegsblinde in Österreich 1914-1934


Portrait von Barbara Hoffmann

Willkommen

Mit diesem Webauftritt möchte ich ihnen meine wissenschaftliche Forschungsarbeit vorstellen. Der Webauftritt befindet sich noch im Aufbau und wird in den kommenden Monaten erweitert werden.

Vielen Dank für ihr Interesse,
Barbara Hoffmann


 

Aktuell: Artikel in der Sonntagsausgabe "Die Presse"

Am Sonntag, den 8. August, stellte Veronika Schmidt meine Dissertation in der Sonntagsausgabe der "Presse" vor.

NS-Zeit: Blinde waren nicht nur Opfer

Barbara Hoffmann arbeitete sich durch Archive in Österreich, Deutschland und Israel und erforschte das Leben von blinden Menschen in der Ostmark....

Hier geht es zum vollständigen Beitrag von Veronika Schmidt

 

Überblick: Blinde Menschen im 20. Jahrhundert

Vor Beginn des Ersten Weltkrieges hätte niemand damit gerechnet, dass ca. 1,2 Prozent der Soldaten erblindet heimkehren würden. Rund 350 Kriegsblinde mussten nach dem Ersten Weltkrieg in Österreich versorgt werden. Den Kriegsblinden wurde ein soziales Netz gespannt, das engmaschiger war, als jenes für andere Kriegsopfer.

In der Folge entstand in der Zwischenkriegszeit ein Zwei-Klassensystem aus Kriegs- und Zivilblinden. Kriegsblinde hatten einen wesentlich höheren Lebensstandard. Zivilblinde hatten keinen generellen Rentenanspruch, viele waren arbeitslos.

Die bevorzugte Versorgung Kriegsblinder setzte sich unter dem NS-Regime fort. Die Verfolgung von Menschen jüdischer Herkunft führte dazu, dass Zivil- und Kriegsblinde, die als Jüdinnen und Juden galten, zu einer dritten Gruppe von blinden Menschen wurden. Nur wenige blinde Menschen jüdischer Herkunft überlebten den NS-Terror.